2003

Jurybegründung:
"Musik, die Jazz zulässt" - so lautet die sozusagen offizielle Eigendefinition des Komponisten, Instrumentalisten und Bandleaders Franz Koglmann. Auf seinem Album "don't play, just be", das in Zusammenarbeit mit herausragenden Musikern aus dem Bereich der neuen Musik (Klangforum Wien) entstanden ist, lässt Koglmann den Jazz zu. die Idiome, die dieserart aufeinander treffen werden aber nicht zu einer geschmäcklerischen Form des "third stream" verschmolzen, sondern behalten beide ihren eigenständigen Stellenwert. In den Reibungen, Brüchen und Konfrontationen, die dabei riskiert werden, entsteht etwas, das mehr ist als die Summe der Einzelteile, werden Pathos und Ironie gegeneinander gesetzt, ohne dass einer der beiden Haltungen das letzte Wort erteilt würde. Die Komplexität und der Witz, der auf dem Album versammelten Stücke zeichnen "don't play, just be" als Platte des Jahres aus.