2006




Alex Deutsch
drums

Jurybegründung:
Um sich von Wien zu erholen, ging er nach New York. Um abzuspannen, nach Boston. Nach den USA folgten einige Jahre Südsteiermark. Mittlerweile wieder in Wien ansässig agiert Alex Deutsch als Drummer bei Cafe Drechsler, gefragter Sideman, Produzent und Talent Scout zwischen Wien und Berlin. Als einer der ersten ließ er in seiner Club-Reihe „Gelee Royal“ DJs und live-Jazz aufeinander treffen, und seit drei Jahren ist Deutsch, aka AleXdrum als Mitinitiator des Festivals Berlin meets Wien auf Erfolgskurs und holt Musiker der Gres Soul, Funk, Drum and Bass und Hip Hop auf die Bühnen beider Städte. Genres, in denen er selbst sich auch am wohlsten fühlt. Mit dem Trio Cafe Drechsler wird dafür gesorgt, dass Acid Jazz nicht zum Phänomen der Neunziger verkommt. Die Band mischte mit ihrem Debüt-Album die Charts zwischen Deutschland und Australien auf, das Album schaffte den Release in 20 Ländern. Den Nerv der Zeit getroffen, damit kann man Deutsch ebenfalls umschreiben. Kooperationen mit den Waxolutionists, DJ Cay Taylan oder Tam Tam D’afrique-frontman Cheikh trugen maßgeblich zum Sound bei. Als Produzent verdankt man Deutsch Tracks, die eben erst dann beginnen, wenn der Beat einsetzt und lange nicht aufhören. Obwohl Deutsch von seiner Jazz-Prägung nicht loskommt, und das auch nicht will, hat er sein Zuhause im Club-Sound gefunden. Woran man einen Alex Deutsch am Schlagzeug auch mit verbundenen Augen erkennt? Da gibt es nur eine richtige Antwort: Am Groove. Der ist klar, unerbittlich präzise und trotzdem angenehm dreckig.