2009

 


Wolfgang Reisinger
(drums)

 

Jurybegründung:
Wolfgang Reisinger: ein Schlagwerker, der die Möglichkeiten seines Instrumentariums nicht nur in Hinblick auf rhythmisches Spiel, Dynamik und dichte Texturen, großen Klangfarbenreichtum und orchestrale Fülle ausschöpft, sondern auch ständig an ihrer Erweiterung arbeitet, sie neu auslotet und zu höchster technischer Perfektion und Virtuosität führt – siehe und höre u. a. sein seit 1992 verfolgtes Solo-Projekt „Extended Solo Drumming“. Wolfgang Reisinger: ein Musiker, der seit vielen Jahren auch als Leader stilsicher mit durchdachten Produktionen, durch Kontinuität und musikalische Offenheit überzeugt. Sein Aktionsradius ist wie sein Background breit gefächert, seine (zum Teil Langzeit-) Partner sind erwählt (u. a. Dave Liebman, Jean-Paul Celea, Wolfgang Mitterer, Michel Godard, Tomasz Stanko, Martin Siewert, Franz Hautzinger …), sein Kontakt zur jüngeren Generation und neuen Spielpartnern ungebrochen (u. a. Raphael Preuschl, Michael Bruckner, Oguz Büyükberber), die Resultate dabei klar profiliert. Neben nationaler und internationaler Konzerttätigkeit (u. a. Jazzfestival Le Mans, Jazzfestival Krakau, Jazzfest Wien, Philharmonie Essen, Grande Salle des Concerts de la Cité de la Musique, Paris) war das Jahr 2008 für Wolfgang Reisinger auch gleich durch drei erfolgreiche CD-Produktionen geprägt: Er wirkte bei Wolfgang Mitterers vielbeachteten Produktion „SOPOP“ (u. a. mit Birgit Minichmayr, Georg Nigl, Peter Herbert; CD erschienen auf col legno) mit, brachte zusammen mit Ken Vandermark, Max Nagl und Clayton Thomas „c.o.d.e“ (erschienen auf cracked anegg records) heraus, und seine CD „refusion“ (Universal Music Austria/Emarcy; ein Projekt Wolfgang Reisingers unter Mitwirkung von Dave Liebman, Marc Ducret, Matthew Ga
rrison, Jean-Paul Celea und Wolfgang Mitterer) wurde vom Jazz Magazine France als CD des Jahres („Disques d´émoi de l´année“) ausgezeichnet.