2007


Christoph Pepe Auer
Saxophon

Jurybegründung:
Fast wäre er Heavy-Metal-Schlagzeuger geworden – doch kurz bevor er aus Tirol zum Studium nach Graz übersiedelte, entschloss sich Christoph Pepe Auer dann doch, sich auf das Saxofon zu konzentrieren. Als Schüler von Klaus Dickbauer, Heinrich von Kalnein und Karl-Heinz Miklin entwickelte Auer einen klaren, lyrischen Ton, der sich im Neo-Bebop-Umfeld ebenso gut bewährt wie in abenteuerlichen, freieren Improvisationen. Seinen Horizont erweiterte der heute 26-Jährige 2006 bei einem zweimonatigen Aufenthalt in New York, der durch ein Koller-Preis-Stipendium ermöglicht wurde. Wie ein Schwamm sog der junge Musiker Einflüsse auf, vernetzte sich mit Musikern, spielte und spielte. Das Album „The New York Sessions“ ist das verdichtete Resultat des Austauschs im Big Apple. In Österreich führt Auer ein Quartett mit Peter Kronreif (drums), Martin Reiter (piano) und Matthias Pichler (bass) an. Als Mitglied des Drum’n’Bass-Ensemble „Damensattel“ und der HipHop-Band „Chillin’ con Karma“ zeigt der Musiker, dass seine Entscheidung für Jazz und das Saxofon keinesfalls eine Entscheidung für Scheuklappen-Purismus war.