2008


Viola Falb
(Saxophon)

Jurybegründung:
Um in der diesjährigen Preisträgerin. der Saxophonistin Viola Falb, eine Ausnahmemusikerin zu erkennen, bedarf es nicht viel. Allein der Blick auf eine Auswahl bisheriger Würdigungen dürfte Ehrfurcht erheischend sein: bereits 2004 (und 2006) war sie in der Kategorie Newcomer nominiert, sie gewann den Publikumspreis 2006. Und einen Förderpreis des Bundeskanzleramtes konnte sie ebenfalls schon entgegen nehmen. Wer jetzt noch weiß, dass ihre Lehrer Wolfgang Puschnig und Klaus Dickbauer sind, dass ihre Vorbilder Eric Dolphy sowie John Coltrane heißen, mag ahnen, in welch fabulöse Jazz-Welten die Reise geht, wenn die Saxophonistin zum Spiel antritt. Dass sie dies’ vornehmlich in jungen, experimentell gesonnen Ensembles wie der Jazzwerkstatt Wien oder eben mit Falb Fiction und auf allseits gelobten Tonträgern wie „Lost Control“ macht, lässt für die Zukunft des Jazz und, natürlich, der Preisträgerin hoffen.