N.Y. SCHOLARSHIP 2009

 


Raphael Meinhart
Marimba, Percussion


Lukas König,
Schlagzeug

 

Jurybegründung Raphael Meinhart
Ja, es gibt sie noch, die Musikerdynastien, wo der Vater sein ganzes Wissen an den Sohn weitergibt; auch in der Steiermark, wie wir spätestens durch die Gebrüder Muthspiel wissen. Auch Raphael Meinhart kommt aus einer prominenten Musikerfamilie: 1986 geboren als Sohn des Malletspezialisten Günter Meinhart, selbst seit Jahrzehnten schon als Leiter des von ihm gegründeten STUDIO PERCUSSION weltweit als Grenzgänger zwischen zeitgenössischer und improvisierter Musik unterwegs, hat Raphael hat diesen Einfluss wohl schon mit der Muttermilch aufgesogen, sich jedoch auch sehr früh eindeutig jazzmusikalisch definiert. Nach einem soliden Basisstudium an der Grazer Kunstuni zog es hin hinaus aus dem behüteten Elternhaus nach Berlin, um seine Malletfähigkeiten bei Jazzvibraphonist David Friedman weiterzuentwickeln. Raphael Meinhart zeichnet sich vor allem durch eine scheint's unstillbare Neugier aus, die ihn beinahe spielerisch sowohl über seinen stilistischen wie instrumentalen Tellerrand hinausschauen lässt. Wer als musikalische Einflüsse in einem Atemzug Künstler wie Joe Zawinul, J.S.Bach, John Scofield, die EAV, Charlie Parker, Fanta 4 und Albert Ayler zitiert und dann noch mit brasilianischer Musik oder einer Neuinterpretation einer Harry Pepl Komposition brilliert, scheint wahrlich keine musikalischen Grenzen zu kennen. Raphael Meinharts Interpretationen sind gleichermaßen virtuos, emotional tief wie wohl überlegt.

Jurybegründung Lukas König
Respekt! Das will schon etwas heissen, wenn ein junger Musiker nicht nur die Bewunderung und den Respekt seiner Altersgenossen erntet, sondern - beinahe im selben Atemzug - jede Menge Vorzugslorbeeren von einigen der angesehensten Vertretern der heimischen Improvisationselite erhält. Lukas König heisst der in Musikerkreisen derzeit viel Gepriesene. Er ist gerade mal 21 Jahre alt und spielt Schlagzeug. Aber wie! Gitarrist Andy Manndorff bringt es auf den Punkt: „...ein vitaler, aufmerksamer Spieler, sehr musikalisch und dynamisch." Nach ersten musikalischen Gehversuchen im heimatlichen St.Pölten lernte er weiter am Winer Gustav Mahler Konservatorium sowie bei einer äusserst respektablen Schar äusserst respektabler Künstler- und Lehrerkollegen; unter ihnen Bruno Castellucci, Walter Grassmann, Jojo Mayer sowie derzeit bei Herbert Pirker an der Linzer Bruckneruniversität. Neben den führenden Protagonisten der Wiener Jazzwerkstatt umgibt er sich gerne auch mit Thomas Gansch, Patrice Heral, Otto Lechner, Bertl Mayer, Wolfgang Puschnig, Karl Sayer, Paul Urbanek, Jamaladeen Tacuma u.v.m. - eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft!